Präsident weist Vorwürfe aus „Panama Papers“ zurück
Putins Parolen

Wladimir Putin. Bild: dpa

Moskau. Der russische Präsident Wladimir Putin hat Vorwürfe im Zusammenhang mit den "Panama Papers" über Hunderttausende Offshore-Firmen als westliche Provokation verurteilt. "Wir wissen, dass Mitarbeiter der amerikanischen Institutionen damit zu tun haben", sagte Putin bei seiner traditionellen Bürgersprechstunde am Donnerstag in Moskau. Konkret nahm er die "Süddeutsche Zeitung" ins Visier, die entscheidend bei der Veröffentlichung mitgewirkt hatte. Die Vorwürfe versteckter Milliarden betreffen auch Vertraute Putins, der Name des Präsidenten fällt in den "Panama Papers" aber nicht.

Die "Süddeutsche" gehöre zu einer Holding, die ihrerseits dem US-Finanzinstitut Goldman Sachs gehöre, behauptete Putin. Das Blatt widersprach dieser Darstellung. "Die Süddeutsche Zeitung gehört weder direkt noch indirekt zu Goldman Sachs", teilte Geschäftsführer Stefan Hilscher mit. Das Traditionsblatt sei eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Süddeutschen Verlags.

Bürger aus allen Teilen Russlands hatten für die Fernsehshow "Direkter Draht" mehr als drei Millionen Fragen an Putin eingereicht. Bei Live-Schalten äußerten viele ihre Sorgen vor allem wegen der prekären Wirtschaftslage.
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