Präsidentin Rousseff wegen Protesten unter Druck
Aufruhr in Brasilien

Mehr als 880 000 Menschen protestierten über das Wochenende in Brasilien. Bild: dpa
Der Druck auf die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff wird immer größer: Fast eine Million Menschen gingen bei den größten Protesten seit Monaten auf die Straße und forderten ihre Ablösung. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich über 880 000 Menschen bis Sonntagabend an den Protesten, die meisten in São Paulo. In über 150 Städten wurde gegen die ökonomische und politische Krise im fünftgrößten Land der Welt protestiert - vor allem gegen den größten Korruptionsskandal der Geschichte des Landes, in den die regierende linke Arbeiterpartei Rousseffs verstrickt ist.

Es war bereits die dritte Protestwelle in diesem Jahr, sie erreichte aber nicht die Zahl von 1,7 Millionen Demonstranten wie Mitte März. Rousseff berief wegen der Proteste eine Krisensitzung ein, um die Lage zu analysieren. Konkrete Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt.

Am Mittwochabend erwartet die Präsidentin Kanzlerin Angela Merkel (CDU). In Brasilia finden am Donnerstag die ersten deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen statt. Es sollen eine Reihe von Abkommen unterzeichnet werden. Merkel wird von sechs Ministerinnen und Ministern begleitet.
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