Protest gegen Entscheidung der türkischen Justiz
Reporter verhaftet

Istanbul. Die Verhaftung des Türkei-Experten von Reporter ohne Grenzen (ROG) und zwei weiteren Aktivisten wegen Terrorpropaganda hat international Empörung ausgelöst. "Wir sind entsetzt über die Verhaftung unseres langjährigen Türkei-Korrespondenten Erol Önderoglu, teilte die Organisation am Dienstag mit und forderte dessen sofortige Freilassung. Auch die Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch (HRW) und Amnesty International forderten die Entlassung der Aktivisten und Einstellung der Ermittlungen. Amnesty nannte die Vorwürfe gegen die drei "rechtlich unbegründet". Deutsche Politiker reagierten empört auf die Entscheidung der türkischen Justiz.

Die Türkei verweigert unterdessen Dutzenden syrischen Flüchtlingen die Ausreise, obwohl Deutschland ihnen bereits ein Visum erteilt hat. Seit Inkrafttreten des Flüchtlingspakts hätten die türkischen Behörden 52 syrischen Flüchtlingen die Ausreise in die Bundesrepublik verwehrt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Bislang sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums 292 syrische Flüchtlinge über das EU-Türkei-Abkommen nach Deutschland gekommen. Sie siedelten seit April über. (Kommentar)
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