Provinzhauptstadt im Irak fast vollständig eingenommen
IS auf Vormarsch

Auch in Syrien macht der IS Boden gut. Die Unesco sorgt sich um die antike Stadt Palmyra. Bild: dpa
Nach monatelangen Kämpfen hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Westirak einen strategisch und symbolisch bedeutenden Erfolg erzielt. Die sunnitischen Extremisten konnten am Freitag die Provinzhauptstadt Ramadi fast vollständig unter ihre Kontrolle bringen. IS-Kämpfer hätten einen Regierungskomplex eingenommen und beherrschten rund 90 Prozent Ramadis, hieß es aus Sicherheitskreisen. Das Gebäude des Provinzrates sowie die lokale Polizeizentrale seien gesprengt und zerstört worden. Sollte der IS Ramadi völlig unter Kontrolle bringen, wäre das eine "große Katastrophe" mit massiven Folgen für die Sicherheit des Iraks, sagte der Vorsitzende des Provinzrates, Sabach Karchut. Es war der zweite bedeutende Erfolg der IS-Terrormiliz innerhalb nur weniger Tage. Im benachbarten Syrien waren die Extremisten in dieser Woche nahe an die historische Oasenstadt Palmyra herangerückt. Mit Blick auf den Vormarsch hat die Unesco vor Übergriffen auf Palmyra gewarnt. Eine Zerstörung des Weltkulturerbes müsse verhindert werden, hieß es am Freitag in einem Tweet der UN-Kulturorganisation.
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