Putin: Zurück zu alter Größe

Zum Eingreifen Russlands im syrischen Bürgerkrieg:

Putins Entscheidung, in den Syrien Krieg militärisch einzuschreiten, ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Russland zurück will zur alten Größe. Nachdem die USA ihren Status als führende Weltmacht eingebüßt haben, nutzt dies der russische Präsident gnadenlos aus.

Von langer Hand geplant, schickt Putin seine Luftwaffe nach Syrien, um seinen Waffenbruder Assad militärisch zu unterstützen und um zu retten, was noch zu retten ist. Denn wäre die russische Militärhilfe nicht, wäre die Ära Assad vermutlich längst Geschichte. Dass die Weltgemeinschaft dem nichts entgegenzusetzen hat, sieht man ja an der Ohnmacht der dort bereits anwesenden Streitkräfte. Eine Konfrontation mit den russischen Kräften will man nicht riskieren. In der Ukraine-Krise ist es ähnlich: Putin unterstützt - ohne mit der Wimper zu zucken - die prorussischen Separatisten, und der Westen schaut zu dabei. Putin hat ja schon mehrmals zugegeben, dass er die Auflösung der Sowjetunion unter Gorbatschow als großen Fehler gesehen hat.

Auch wenn in der Öffentlichkeit nach dem Ende des Kalten Krieges die Meinung vorherrscht, Kriege seien in Zukunft eine bloße Angelegenheit einzelner Schurkenstaaten, zeigt sich bei näherer Betrachtung der Weltpolitik eine völlig andere Situation.

Hermann Stauber,92533 Wernberg-Köblitz
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.