Reformen sollen neues Wachstum schaffen
Chinas Wachstumssprünge fallen kleiner aus

Peking. Mit massiven Reformen will sich China gegen die schwächere Konjunktur stemmen. Große Sprünge, wie die der Hostessen vor der Großen Halle des Volkes, kann das Land allerdings in den nächsten Jahren nicht machen. Nach dem neuen Fünf-Jahres-Plan sollen mehr Markt und weniger Staat, mehr Innovation und weniger Überkapazitäten die nötigen Triebkräfte für die zweitgrößte Volkswirtschaft freisetzen. Zu Beginn der diesjährigen Sitzung des Volkskongresses in Peking bereitete Premier Li Keqiang das Milliardenvolk aber auf schwierigere Zeiten vor: "Der Abwärtsdruck auf die Wirtschaft steigt." Vor den knapp 3000 Delegierten in der Großen Halle des Volkes senkte der Regierungschef am Samstag die Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 6,5 bis 7 Prozent. Im Vorjahr war die Wirtschaft mit 6,9 Prozent gewachsen - so langsam wie seit 25 Jahren nicht mehr. Der Fünf-Jahres-Plan sieht gleichwohl ein robustes Wachstum von "mindestens 6,5 Prozent" jährlich vor. Experten äußerten Zweifel, ob die "ehrgeizigen" Ziele erreicht werden können. Bild: dpa

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