Regenburg: Anklage wegen Waffenarsenal im Privatbunker
Gewehre, Pistolen und Sprengstoff

Das Landeskriminalamt hatte im November 2014 das Waffenarsenal entdeckt. Bild: dpa (Archiv)

Regensburg/Kelheim. (dpa) Weil er in seinem Haus einen privaten Atombunker mit einem kompletten Waffenarsenal ausgestattet hat, ist gegen einen 59-Jährigen aus dem Landkreis Kelheim Anklage erhoben worden.

Wie die Regensburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch berichtete, soll der Waffennarr zwei Maschinenpistolen sowie 44 scharfe Gewehre, Pistolen und Revolver, 238 Kilo Munition und Sprengstoff gebunkert haben. Der in Untersuchungshaft sitzende Mann soll sich vor dem Amtsgericht in Regensburg unter anderem wegen des Besitzes von Kriegswaffen verantworten. Er habe den Waffenbesitz eingeräumt.

Das Landeskriminalamt (LKA) hatte im November 2014 das Waffenarsenal in einem zum Bunker umgebauten Keller des Elektrikers entdeckt. Angeblich hatte der Mann Angst vor Angriffen der Russen und sich deshalb hochgerüstet. Die LKA-Fahnder zählten damals rund 20 000 Schuss Munition. Der Mann legte in seinem Bunker für seine Familie auch Lebensmittelvorräte an und baute eine Luft- und Wasseraufbereitungsanlage ein. «Da diese Räume besonders stabil gebaut waren, mussten die Ermittler zu schwerem Gerät greifen und unter anderem mit Bohrhämmern Wände und Böden einreißen», berichtete die Polizei nach der Razzia.
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