Republikaner will Wahlausgang möglicherweise nicht anerkennen
Trump sorgt für neuen Eklat

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Donald Trump sagt, er wolle das Wahlergebnis auf jeden Fall anerkennen - wenn er gewinnt. Bild: dpa

Las Vegas. Donald Trump will das Ergebnis der US-Präsidentenwahl nicht unbedingt akzeptieren. Damit sorgte der republikanische Kandidat bei der letzten TV-Debatte vor der Wahl am 8. November für einen Eklat. Nie zuvor hat ein Präsidentschaftskandidat vor der Wahl die Anerkennung des späteren Wahlausgangs verweigert. Die Parteiführung der Republikaner beeilte sich nach dem Duell zuzusichern, sie werde das Ergebnis auf jeden Fall akzeptieren. Auch aus Trumps Lager gab es mehrere solcher Stimmen.

Das dritte Rededuell zwischen Trump (70) und Hillary Clinton (68) am Mittwoch (Ortszeit) in Las Vegas entschied die Kandidatin der Demokraten für sich - ebenso wie zuvor die beiden anderen. Den Republikaner sahen nach einer Umfrage für den Sender CNN nur 39 Prozent der Befragten vorn, Clinton dagegen 52 Prozent. Trump verpasste nach einhelliger Meinung der US-Medien die Chance, das Ruder herumzureißen.

Auf die Frage des Moderators Chris Wallace, ob er den Wahlausgang akzeptiere, sagte Trump: "Ich werde es mir dann anschauen." Trump hatte zuletzt mehrmals mit Verschwörungstheorien aufgewartet und den Eindruck erweckt, die Wahl werde vom Clinton-Lager manipuliert. Beweise oder Indizien lieferte er nicht. Auf einer Wahlkampfveranstaltung vor Anhängern in Delaware bekräftigte Trump: "Ich werde das Ergebnis dieser großen und historischen Wahl vollkommen anerkennen - wenn ich gewinne."
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