Rhein-Neckar-Zeitung
Pressestimmen

Das Blatt aus Heidelberg zu Putin/G20:

Der politische Kampfbegriff "Russlandversteher" hat gute Chancen, es zum Wort oder Unwort des Jahres zu bringen. Denn hier wird mit Hilfe von 17 Buchstaben ausgedrückt, dass der Westen nach einem halben Jahrhundert Kalter Krieg mit dem Frieden wenig anzufangen weiß. Er setzt ihn für einen kleinen Handelsvorteil aufs Spiel. Denn um nichts anderes ging es beim gescheiterten Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine.

Märkische Allgemeine

Die Zeitung aus Potsdam zu den Wahlen in Rumänien:

Die Welle der Begeisterung, die viele Bürger erfasst hatte, als die EU sich 2004 und 2007 nach Mittel- und Osteuropa erweiterte, ist längst verebbt. Das hat damit zu tun, dass sich etwa Bulgarien und Rumänien wie Mitglieder zweiter Klasse behandelt fühlen mussten, weil ihnen die Arbeitnehmerfreizügigkeit erst mit jahrelanger Verspätung gewährt wurde. ... In der Finanzkrise hat sich der Hilfsmechanismus letztlich bewährt, indem die EU kein Land hat zugrunde gehen lassen. Jetzt geht es um politische Hygiene. Die Wähler in Rumänien haben gezeigt, dass sie den Wandel wollen, die EU sollte dort jetzt die nötige Hilfestellung leisten.

Berliner Zeitung

Die Zeitung zu Merkels Gesprächen mit Putin:

Wenn Merkel warnt, dass Putin der Sinn auch nach einer Destabilisierung der Republik Moldau, Georgiens, Serbiens oder des gesamten Westbalkans stehen könnte, ist das mehr als eine Mutmaßung. Dann kann man davon ausgehen, dass die Gefahr einer solchen Weiterung auch in ihrer Unterredung mit Putin eine Rolle spielte. Der russische Präsident stelle die bestehende europäische Ordnung in Frage, warnt Merkel.

Nordwest-Zeitung

Das Blatt aus Oldenburg zur Hooligan-Demo:

Nein, Zufall ist die nahezu störungsfrei verlaufene Hooligan-Demo gegen Salafisten in Hannovers Innenstadt nicht. Das lag weniger an den Teilnehmern, von denen viele erkennbar nur auf eine kleine Chance zur Gewalt warteten. Die massive Polizeipräsenz hat Schlimmes verhindert. Wasserwerfer, gepanzerte Fahrzeuge und schwer ausgerüstete Greiftrupps rund um den Platz signalisierten jedem, wie konsequent die Polizei bei nur der geringsten Störung vorgehen würde. Motto: Kein Pardon. Man kann nur wünschen, dass die Entschlossenheit von Hannover Schule macht.
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