Rheinische Post
Pressestimmen

Die Zeitung aus Düsseldorf kommentiert zum Klimagipfel:

Das Pathos der Staatschefs zum Auftakt des Klimagipfels zeigt: Das Problem ist erkannt, die Mittel gegen den Klimawandel liegen auf dem Tisch. Ohne mittelfristigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ist die Erderwärmung nicht zu stoppen. Doch der Weg dahin ist steinig. Die Welt hat kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Der Gipfel hat kaum begonnen, da markieren alle Länder ihre Partikularinteressen. Obama will kein Abkommen, das an den ölfreundlichen Republikanern im Kongress scheitert. Die Saudis wollen von einer Welt ohne Öl gar nichts wissen. Und wie Chinas Milliardenvolk allein mit Ökostrom versorgt werden kann, steht auch in den Sternen. Es ist zu befürchten, dass der Gipfel mit viel Pathos und wenig Konkretem endet.

Diena

Zum Aktionsplan der EU und der Türkei in der Flüchtlingskrise schreibt die lettische Zeitung:

Bisher ist unklar, wie die auf Papier festgehaltenen Vereinbarungen umgesetzt werden. Es ist nicht bekannt, wo die EU die der Türkei zugesagten Finanzmittel hernehmen wird. Auch ist zweifelhaft, ob die Türkei in absehbarer Zeit in die EU aufgenommen werden könnte. Die Türkei kann ihrerseits der EU nicht garantieren, dass es gelingt, den Flüchtlingsstrom nach Europa spürbar zu reduzieren.

De Telegraaf

Die niederländische Zeitung meint zur EU-Türkei-Vereinbarung:

Europa hat sich für eine Charmeoffensive in Richtung (des türkischen Präsidenten) Erdogan entschieden, Milliarden Euro zugesagt, die EU-Beitrittsverhandlungen mit einem Land von zweifelhaftem Ruf in Sachen Menschenrechten wieder aufgenommen und eben mal so Visa-freies Reisen für 75 Millionen Türken innerhalb der EU angeboten. Kurzum, Europa hat sich in ein ziemlich riskantes Abenteuer gestürzt.
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