Risiken der Atomenergie
Belgien und Deutschland wollen nach Reaktorpannen kooperieren

Brüssel. Nach einer Reihe von Pannen in belgischen Atomkraftwerken wollen Deutschland und Belgien bei der Reaktorsicherheit künftig enger kooperieren. Ziel sei ein Abkommen für eine ständige und verlässliche Zusammenarbeit. Das sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) nach einem Treffen mit dem belgischen Innenminister Jan Jambon und Energieministerin Marie-Christine Marghem in Brüssel. Hintergrund der Gespräche sind Pannen in den beiden grenznahen belgischen Atomkraftwerken Doel 3 und Tihange 2. Die Reaktoren waren nach Zwischenfällen vom Netz genommen worden. Auch bei der erneuten Inbetriebnahme lief nicht alles glatt. In Zukunft seien nun auch gegenseitige grenzübergreifende Inspektionen in Kraftwerken geplant, sagte Hendricks weiter. Im März solle eine gemeinsame Arbeitsgruppe auf Fachebene zusammenkommen. Zuvor werde Belgien eine Liste mit Fragen beantworten, die Deutschland im Januar an die belgische Atomaufsicht übergeben hatte. "Wir sind weiterhin besorgt, was den Zustand der beiden Reaktorblöcke angeht", sagte Hendricks. Beide wiesen Risse auf, die Probleme seien noch nicht vollständig ausgeräumt.

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