Rosenmontagszug in Köln vorerst nicht in Gefahr
Polizei fahndet nach verdächtigem Baumarkt-Kunden

Köln. Ein Mann hat in einem Baumarkt bei Köln einen verdächtigen Mix von Chemikalien gekauft - nun befürchtet die Polizei, dass er damit eine Bombe bauen könnte. "Staatsanwaltschaft und Polizei nehmen den Hinweis ... sehr ernst", teilten die Behörden am Dienstag in Köln mit. Deshalb wurde eine Fahndung mit Bildern des Mannes aus dem Baumarkt eingeleitet.

Nach dpa-Informationen lässt sich Sicherheitskreisen zufolge derzeit noch nicht sagen, ob der Fall ernst zu nehmen ist. Die Kölner Polizei wollte ausdrücklich noch nicht von einem Terrorverdächtigen sprechen. Die Sprecherin des Festkomitees Kölner Karneval, Sigrid Krebs, stellte klar, dass der Rosenmontagszug aus ihrer Sicht nicht in Gefahr sei: "Wir haben keinen Grund, den Kölner Rosenmontagszug abzusagen", sagte sie.

Der unbekannte Mann hatte am vergangenen Freitag in einem Baumarkt in Pulheim bei Köln Chemikalien eingekauft. Ein Mitarbeiter des Baumarktes fand den Kauf so auffällig, dass er tags darauf die Polizei informierte. Er und andere Mitarbeiter beschrieben den Käufer als vom Aussehen her "aus dem Nahen Osten stammend". Er sei etwa 40 bis 45 Jahre alt gewesen, 1,70 bis 1,75 Meter groß und habe einen dunklen Vollbart gehabt. Der Mann habe gut Deutsch gesprochen.

In den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf bereitet die Justiz unterdessen für bestimmte Delikte Schnellverfahren vor. Staatsanwaltschaften und Gerichte seien darauf eingestellt, "viele Straftäter an den Festtagen in Untersuchungshaft zu nehmen und dann in der Woche darauf direkt abzuurteilen", sagte Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD). Das Verfahren komme aber nur für Menschen ohne festen Wohnsitz in Frage.

Handzettel für Karneval


Mit Handzetteln informiert die Stadt Bonn Asylsuchende über die tollen Tage. In acht Sprachen wird erklärt, was zum Beispiel mit Bützen, Schunkeln oder Kamelle gemeint ist. Der Handzettel weist außerdem deutlich daraufhin, dass Küsschen auf die Wange und das Einhaken keine sexuellen Annäherungen erlauben.
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