Rot-grüne Regierung nach zwei Monaten gescheitert
Schweden wählen neu

Schwedens Minderheitsregierung aus Sozialdemokraten und Grünen ist nach nur zwei Monaten im Amt gescheitert. Ministerpräsident Stefan Löfven kündigte am Mittwoch eine vorgezogene Neuwahl für den 22. März an. Zuvor hatte das Parlament den Haushaltsentwurf seiner Koalition abgeschmettert. Die letzte vorgezogene Neuwahl in dem Königreich mit knapp zehn Millionen Einwohnern gab es 1958. Mit Unterstützung der Rechtspopulisten fand der Etat-Vorschlag der Opposition eine Mehrheit - und nicht der der rot-grünen Regierung. Die Allianz aus vier Parteien plus Schwedendemokraten verbuchte am Nachmittag 182 zu 153 Stimmen. Löfven hatte vor der Abstimmung seinen Rücktritt in Aussicht gestellt: Er wolle nicht mit dem Haushaltplan der Opposition regieren. Der Regierungschef warf der bürgerlichen Allianz vor, sie habe trotz gegenteiliger Versprechen den Rechtspopulisten gestattet, in der Haushaltspolitik das Zünglein an der Waage spielen.
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