Rückzieher in London
"Mr. Brexit" kandidiert nicht für Cameron-Nachfolge

Boris Johnson. Bild: dpa

London. Der ehemalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson bewirbt sich völlig überraschend nicht um die Nachfolge des scheidenden Premierministers David Cameron. Der als Favorit gehandelte Brexit-Wortführer kündigte am Donnerstag an, nicht bei der Wahl zum Tory-Vorsitzenden anzutreten. Damit wird er auch nicht der nächste Premierminister Großbritanniens.

Weniger als eine halbe Stunde vor Ablauf der Bewerbungsfrist für die Wahl des Tory-Vorsitzenden trat Johnson in London mit ernster Miene vor die Kameras. Bis dahin hatte kaum jemand damit gerechnet, dass er verzichten könnte. Der künftige Premierminister habe große Herausforderungen zu bewältigen, sagte Johnson und fügte hinzu: "Ich bin zu dem Schluss gekommen, diese Person kann ich nicht sein."

Zuvor hatte, ebenfalls überraschend, Justizminister Michael Gove seinen Hut in den Ring geworfen. Gove galt bis dahin als treuer Unterstützer Johnsons. Auch Innenministerin Theresa May gab ihre Bewerbung bekannt. May hat Beobachtern zufolge gute Chancen, die Wahl für sich zu entscheiden.
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