Rüstungshersteller bieten der Bundesregierung enge Kooperation an
Industrie reicht die Hand

Als Konsequenz aus dem verheerenden Expertenurteil über den Rüstungssektor der Bundeswehr fordert die Industrie ausreichend Finanzmittel für Forschung, Entwicklung und Beschaffung. "Hiervon hängt auch in Zukunft die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte ab", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der drei zuständigen Wirtschaftsverbände. Sie bieten der Bundesregierung darin eine enge Kooperation an. "Alle Beteiligten sind sich bewusst, dass sich nur in einem engen Schulterschluss zwischen Bundeswehr und der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie bedarfsorientierte Lösungen erreichen lassen." Die Industrie stellte sich hinter einige Empfehlungen aus dem Expertengutachten. "Gerade bei Großprojekten muss eine größtmögliche Entbürokratisierung und Professionalisierung im Beschaffungsprozess erreicht werden", heißt es in der Erklärung des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Für Irritationen sorgen weiterhin die Pläne des Ministeriums, die Skandal-Drohne "Euro Hawk" zu Testzwecken wieder fliegen zu lassen. So soll das integrierte Aufklärungssystem "Isis" weiter erprobt werden. Nach einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen wird die Entwicklung des Systems weitere 255 Millionen Euro kosten. Wie das System künftig genutzt werden kann, ist unklar. Nach einem Bericht von "Bild"-Online könnte es auch mit der angedachten US-Drohne "Triton" Probleme geben. Deren Musterzulassung werde in einem Gutachten der Wehrtechnischen Dienststelle für Luftfahrzeuge als unwahrscheinlich eingestuft.
Weitere Beiträge zu den Themen: Politik (7296)Berlin (7520)Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.