Ruf nach Wahl in Moldau

Zehntausende Regierungsgegner haben in der Ex-Sowjetrepublik Moldau den Rücktritt von Präsident Nicolae Timofti sowie vorgezogene Parlamentswahlen gefordert. Die Sicherheitskräfte nahmen mehrere Demonstranten fest, als sie versuchten, in das Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft in der Hauptstadt Chisinau einzudringen, wie Medien am Sonntag berichteten. Nach Darstellung der Organisatoren von der Bürgerinitiative "Würde und Gerechtigkeit" versammelten sich vor dem Regierungssitz rund 100 000 Menschen. Die Polizei sprach von etwa 25 000 Teilnehmern, räumte aber ein, dass es einer der größten Proteste seit der Unabhängigkeitsbewegung Anfang der 1990er Jahre sei. Die Demonstranten kritisierten auch Korruption im Land. Regierungschef Valeriu Strelet traf sich mit Vertretern der Demonstranten und zeigte sich zu Gesprächen bereit.
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