Rund 12 000 Soldaten bleiben in Afghanistan
Kabul wendet Totalabzug ab

Nach monatelanger Verzögerung hat die afghanische Regierung den Weg für einen internationalen Militäreinsatz über das Jahresende hinaus freigemacht. In einer im Fernsehen übertragenen Zeremonie unterzeichnete Hanif Atmar, der Sicherheitsberater des neuen Präsidenten Ashraf Ghani, am Dienstag in der Hauptstadt Kabul das dafür notwendige Sicherheitsabkommen mit den USA und der Nato. Damit ist der drohende Totalabzug aller Truppen in drei Monaten abgewendet. Die Abkommen sehen für ausländische Soldaten Immunität vor afghanischer Rechtsprechung vor, was eine Bedingung der USA und der Nato für einen weiteren Militäreinsatz war. Der Nato-Kampfeinsatz in dem Land läuft zum Jahresende aus. Ihm soll ein kleinerer Einsatz zur Ausbildung und Unterstützung afghanischer Sicherheitskräfte mit rund 12 000 Soldaten folgen. Deutschland will sich mit bis zu 800 Soldaten an dieser Mission mit Namen "Resolute Support" beteiligen.
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