Russischer Präsident verschärft den Ton - USA liefern Ukraine Militär-Ausrüstung
Putin attackiert erneut Westen

Kremlchef Wladimir Putin hat im Ukraine-Konflikt dem Westen in scharfem Ton Heuchelei vorgeworfen. Moskau werde nur als Partner akzeptiert, falls es gehorsam sei. "Wenn sich Russland das Recht nimmt, seine Interessen zu schützen, ändert sich das Verhältnis sofort", sagte er der Agentur Tass.

Putin erinnerte an den ersten russischen Präsidenten Boris Jelzin. Dieser sei vom Westen "mit Hurra aufgenommen" worden. "Kaum erhob er aber 1999 die Stimme zum Schutz Jugoslawiens, verwandelte er sich in westlichen Augen in einen Alkoholiker", sagte er in dem am Sonntag veröffentlichten Interview. Putin schloss eine Kandidatur bei der für 2018 geplanten Präsidentenwahl erneut nicht aus. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf den USA und der EU vor, einen Sturz der Führung in Moskau anzustreben. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) warnte vor einer Abspaltung der Ostukraine. Er vertraue den Zusagen Russlands, die Einheit der Ukraine zu achten, sagte er zum "Spiegel". Allerdings spreche die Realität "eine andere Sprache".

Die Ukraine erhält für ihren Kampf gegen Separatisten Kriegsgerät aus den USA. Washington liefere unter anderem Radareinrichtungen zur Artillerieaufklärung sowie Nachtsichtgeräte, meldeten Medien in Kiew. Unterdessen wurde vier Monate nach dem Absturz der Passagiermaschine MH17 in der Ostukraine die Bergung von Wrackteilen abgeschlossen. Die Trümmer sollen in die Niederlande gebracht werden, wo Experten nach der Ursache der Tragödie forschen. Beim Absturz waren im Juli 298 Menschen gestorben.
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