Russland setzt Luftschläge in Syrien trotz Kritik fort
Putin unbeirrt

Der russische Präsident Wladimir Putin setzt seine Luftschläge in Syrien ungeachtet westlicher Kritik weiter fort. Der Ansage aus Moskau, strategisch wichtige Ziele von Terrorgruppen künftig "noch intensiver" bombardieren zu wollen, folgten am Sonntag neue Bombardements durch russische Militärmaschinen. Nach Angaben von Aktivisten starben bei Angriffen mindestens fünf Zivilisten. Bisher sind demnach insgesamt bereits 39 Zivilisten getötet worden.

Das russische Innenministerium teilte laut Agentur Tass am Sonntagnachmittag mit, binnen 24 Stunden zehn Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angegriffen zu haben. Als Ziel wurde unter anderem ein Trainingscamp der Extremisten in der Provinz Idlib genannt.

Westlichen Informationen zufolge sollen bei den Angriffen der vergangenen Tage auch gemäßigte Rebellen getroffen worden sein. US-Präsident Barack Obama warf Russland am Samstag vor, den IS damit indirekt zu stärken. Das militärische Eingreifen Russlands in den langjährigen Konflikt wird im Westen als Versuch Moskaus gesehen, dem verbündeten syrischen Machthaber Baschar al-Assad den Rücken zu stärken.
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