Russland stellt Luftverkehr nach Ägypten komplett ein
Putin stoppt Flüge

Nach Geheimdiensthinweisen auf einen Sprengsatz an Bord des abgestürzten Ferienfliegers in Ägypten stellt Russland seine Flüge in das Urlaubsland komplett ein. Bislang hatten britische und westeuropäische Airlines lediglich ihre Verbindungen nach Scharm el Scheich gestoppt.

Präsident Wladimir Putin habe die Regierung angewiesen, einen entsprechenden Vorschlag des Inlandsgeheimdienstes FSB umzusetzen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag. Dies bedeute nicht, dass Russland sich auf einen Terroranschlag als Absturzursache festlege. Laut Behörden befinden sich derzeit 45 000 Russen in Ägypten. Eine Reisewarnung des Außenministeriums in Moskau gab es zunächst nicht.

Die britische Regierung erhielt einem BBC-Bericht zufolge durch abgehörte Gespräche von Milizen auf der Sinai-Halbinsel Hinweise, wonach möglicherweise eine Bombe im Frachtraum des Airbus A321 versteckt gewesen sei.

Der russische Zivilschutzchef Wladimir Putschkow sagte, Helfer hätten am Absturzort alle notwendigen Proben von Trümmerteilen, an denen Spuren von Sprengstoff sein könnten, nach Moskau geschickt.
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