Schäuble fordert klaren Kurs gegen "Populisten"
Kampfansage an AfD

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mahnt seine Partei zu einer härteren Gangart gegen die aufstrebende AfD. "Wir müssen uns mit diesen Populisten mit aller Entschiedenheit auseinandersetzen", sagte er dem "Tagesspiegel". Sie propagierten Fremdenfeindlichkeit, instrumentalisierten Ausländerkriminalität und verunglimpften offene Grenzen. "Ich verabscheue hemmungslose Demagogie, und ich hoffe, dass das keinen Bestand hat", betonte Schäuble. "Das ist unfassbar und erinnert mich an die Republikaner, die in den 90er Jahren im Landtag von Baden-Württemberg saßen." Besorgt zeigte sich der Zentralrat der Juden in Deutschland über antisemitische Vorfälle bei der AfD. Präsident Dieter Graumann sagte der "Bild am Sonntag": "Judenhass gehört nicht in die Politik, sondern geächtet. Gerade eine neue Partei wie die AfD wäre gut beraten, sich glaubwürdig an diesen Grundsatz deutscher Politik zu halten." Hintergrund sind Vorwürfe gegen den Brandenburger AfD-Landtagsabgeordneten Jan-Ulrich Weiß, der über seine Facebook-Seite eine antisemitische Karikatur verbreitet haben soll.
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