Schleuser verdienen Millionen pro Schiff
Kurz notiert

Berlin.(dpa) Menschenschmuggler im Mittelmeer-Raum haben ihren Profit durch den Einsatz führerloser Frachtschiffe zuletzt deutlich gesteigert. "Wir beobachten aktuell zehn Frachtschiffe", sagte der Leiter der operativen Arbeit der EU-Grenzschutzagentur Frontex, Klaus Rösler, beim Europäischen Polizeikongress in Berlin. Die Schleuser kassierten von jedem Flüchtling für eine Überfahrt nach Italien im Schnitt 6000 US-Dollar (5295 Euro). Auf jedem Schiff fänden rund 500 Menschen Platz. Nach Abzug aller Kosten bleibe für die Schleuser pro Schiff ein Profit von 2,5 Millionen Dollar übrig. Wer mehr zahle, dürfe mit einer Schwimmweste auf dem Oberdeck reisen. Wer nicht so viel Geld habe, müsse ohne Weste im Schiffsrumpf sitzen.

Wien untersucht Finanzskandal

Wien.(dpa) In Österreich wird der bisher größte Finanzskandal seit Gründung des Landes von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss unter die Lupe genommen. Dabei geht es um die einstige Staatsbank Hypo Alpe Adria, die sich als Milliardengrab entpuppt hat. Der Ausschuss nimmt heute seine Arbeit auf. Als Zeugen sollen unter anderem Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und drei ehemalige Finanzminister der ÖVP aussagen.

Lammert verteidigt Reformpläne

Berlin.(dpa) Trotz des Widerstands aus der eigenen Fraktion hält Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) an seinen Plänen für eine lebhaftere Regierungsbefragung im Parlament fest. Es bedürfe dringend einer Reform, sagte Lammert dem Magazin "Cicero". "Die Begeisterung der Bundesregierung kann nicht das wesentliche Kriterium für die notwendige Entscheidung des Parlaments darüber sein, wie es seine Aufgaben gegenüber der Regierung und damit auch gegenüber der Öffentlichkeit wahrnimmt."

EU setzt höhere Recycling-Ziele aus

Brüssel.(dpa) Die EU-Kommission legt höhere Recycling-Ziele für Europa vorerst auf Eis. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben von 2014 werde zurückgezogen, im Laufe dieses Jahres soll aber ein "umfangreicherer und ehrgeizigerer" Vorschlag folgen, sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde. Der ursprüngliche Vorschlag zur Kreislaufwirtschaft enthielt ein Recycling-Ziel von 70 Prozent des Abfalls aus Haushalten, Restaurants und Geschäften bis 2030.
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