Schneiderhan führt Volksbund Kriegsgräberfürsorge
General übernimmt

Beim Volksbund herrscht wieder gute Stimmung. Von links: Schatzmeister Michael Breuer, Vizepräsident Richard Reisinger und Generalsekretärin Daniela Schily. Bild: hfz

Göttingen. (cf/dpa) Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge will nach dem Rücktritt von Präsident Markus Meckel seinen Reformprozess vorantreiben. "Wir hatten heute eine konstruktive Aufbruchstimmung, die beeindruckend war", sagte der Vizepräsident, der Amberg-Sulzbacherer Landrat Richard Reisinger, zum außerordentlichen Bundesvertretertag. "Wir schauen konstruktiv nach vorne", erklärte Reisinger gegenüber NT/AZ. Niemand habe für Meckel das Wort ergriffen. Inhaltlich habe es jedoch keinen wesentlichen Dissens zu ihm gegeben: "Es war der Führungsstil." Der Oberpfälzer sorgte als Sitzungsleiter dem Vernehmen nach mit humorvoller Gelassenheit für die Entspannung der Gemüter.

Der Vorsitzende des Volksbundes in Niedersachsen, Rolf Wernstedt, betonte, mit einer "Göttinger Erklärung" wolle man dem Eindruck widersprechen, dass der Volksbund "in reaktionäre Bahnen zurückgelenkt" werde. Der Volksbund will zu einem "aktiven Akteur der Erinnerungs-Landschaft" werden. Die 15 000 Kriegsgräberstätten in Deutschland sollen Ausgangspunkt für die friedenspädagogische Arbeit regionaler Schulen sein. Meckels Amt übernimmt kommissarisch Bundeswehr-Generalinspekteur a. D. und Volksbund-Vizepräsident Wolfgang Schneiderhan. Ein neuer Präsident soll Ende 2017 gewählt werden.
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