Schwarz-rot-grün in Sachsen-Anhalt?
„Kenia“-Koalition

Amtsinhaber Reiner Haseloff (CDU, links) gibt sich bei den Sondierungsgesprächen zuversichtlich. Bild: dpa

Magdeburg/Stuttgart. Nach zweiwöchigen Sondierungsgesprächen haben sich Spitzenvertreter von CDU, SPD und Grünen in Sachsen-Anhalt für die Aufnahme formaler Koalitionsverhandlungen ausgesprochen. "Ich bin da sehr optimistisch", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) zu den Aussichten einer schwarz-rot-grünen Koalition. Es wäre die erste "Kenia"-Koalition auf Länderebene - benannt nach den Farben der Flagge des Landes.

Vor allem in der Basis der SPD gab es Widerstand gegen eine Beteiligung. Die SPD will am Samstag einen Parteitag abhalten. Die eigentlichen Koalitionsverhandlungen könnten Montag beginnen. Die CDU hatte im Vorstand für Verhandlungen gestimmt. Dafür würde jede Partei fünf Mitglieder in einen Koalitionsausschuss entsenden, der die Arbeitsgruppen koordiniert. Nach Abschluss der Verhandlungen würden alle drei Parteien auf Parteitagen über die Vereinbarung abstimmen. Am 25. April könnte Haseloff als Ministerpräsident gewählt werden.

In Baden-Württemberg soll es bei der Bildung der ersten grün-schwarzen Landesregierung nächste Woche ans Eingemachte gehen: Dann steigen Grüne und CDU inhaltlich in die Koalitionsverhandlungen ein. Beide einigten sich am Freitag in Stuttgart auf neun Arbeitsgruppen und die ersten Termine für Koalitionsverhandlungen. Die Arbeitsgruppen sollen spätestens bis zum 15. April Ergebnisse vorlegen. Die Verhandlungen sollen bis zum 12. Mai beendet sein, weil dann der Landtag den Ministerpräsidenten wählen soll.
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