Schwarze Rauchschwaden über dem Wiener Parlament
Feuer unterm Dach

Unter dem Dach des Wiener Parlamentsgebäudes brannte es am Freitagmorgen. Bild: dpa

Schwarze Rauchschwaden steigen vom Wiener Parlament auf. Die Feuerwehr ist schnell zur Stelle und kann Schlimmeres verhindern. Der Sachschaden beträgt rund 60 000 Euro.

Wien. (dpa) Große Rauchsäule über Wien: In Österreichs Parlament hat es am Freitag gebrannt. Kurz nach Ausbruch des Feuers in der Hauptstadt hatten die Einsatzkräfte die Lage unter Kontrolle. Verletzte gab es nicht. "Wir konnten den Brand noch in der ersten Phase stoppen", sagte ein Sprecher der Wiener Feuerwehr der dpa. Die Flammen waren nach neusten Erkenntnissen in einem Kühlturm des historischen Gebäudes ausgebrochen. Ein technischer Fehler dürfte in Kombination mit menschlichem Versagen Grund für die Flammen gewesen sein. Vorsätzliche Brandstiftung konnte die Polizei ausschließen. Der Sachschaden wird auf 60 000 Euro geschätzt.

Das Feuer am Wiener Ring war am Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr ausgebrochen. Nur wenig später gingen zahlreiche Meldungen von besorgten Bürgern bei der Notrufstelle ein. Der schwarze Rauch war kilometerweit zu sehen. Die Feuerwehr rückte mit 17 Fahrzeugen und 70 Einsatzkräften aus. Der Brand musste von außen und von innen bekämpft werden. "Es herrschte Alarmstufe zwei", sagte ein Sprecher. Bereits zwei Stunden nach Ausbruch des Feuers wurden nur noch zehn Feuerwehrmänner vor Ort gebraucht. Die Einsatzkräfte stellten sicher, dass keine versteckten Glutnester neue Flammen auslösen könnten. Im Dachgeschoss gab es zuletzt Wartungsarbeiten, die in dieser Woche witterungsbedingt ausgesetzt waren.

Die wenigen Parlamentsmitarbeiter, die bei Ausbruch des Brandes bereits bei der Arbeit waren, wurden ins Freie in Sicherheit gebracht. Einige halfen den Feuerwehrmännern zuvor bei der Orientierung in dem verwinkelten Gebäude. Die Präsidialsitzung am Vormittag fand wie geplant statt. Die Sanierung des 130 Jahre alten Prunkgebäudes am Wiener Ring steht im kommenden Jahr an.
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