Seehofer nervt die K-Frage

Landshut/Berlin. CSU-Chef Horst Seehofer dringt auf ein rasches Ende der Kanzlerkandidaten-Debatte in der CDU. Seehofer sagte, es sei klar abgesprochen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihm, dass die Personalfragen für die Bundestagswahl erst nach den Sachthemen geklärt werden sollten. Er schrieb der Schwesterpartei ins Stammbuch: "Zuhören, nachdenken, entscheiden, das ist die richtige Reihenfolge in der Politik."

Es sei Wille der CSU, gemeinsam mit der CDU in den Wahlkampf zu gehen, erklärte Seehofer. "Aber wir müssen erst schwierige Fragen klären." Er sei froh, dass die Union Merkel habe. Seehofer betonte aber auch, weder Merkel noch er selbst seien unersetzlich: "Niemand ist in keinem Bereich auf Gedeih und Verderb auf jemanden angewiesen." Die stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Julia Klöckner, Volker Bouffier und Armin Laschet haben sich inzwischen klar für Merkel als Kanzlerkandidatin bei der Bundestagswahl 2017 ausgesprochen.

Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht beklagte sich über die mangelnden Alternativen zu Merkel: "Es ist ein Trauerspiel, dass Deutschland von einer Kanzlerin regiert wird, die in vielen Bereichen großen Schaden angerichtet hat, und trotzdem, sollte sie wieder antreten, beste Chancen hat, auch nach 2017 Kanzlerin zu bleiben."
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