Seiters warnt vor Engpass bei Flüchtlings-Unterbringung
Rotes Kreuz: Zelte helfen nur bis Herbst

Rotkreuz-Helfer bauen in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) Zelte als Notunterkünfte auf. Bild: dpa
Das Deutsche Rote Kreuz warnt vor zunehmenden Problemen bei der Unterbringung von Flüchtlingen und sieht die Nutzung von Zeltstädten nur als Notlösung bis zur kälteren Jahreszeit. Die Lage habe sich in den vergangenen Wochen dramatisch verschärft und könne sich wetterbedingt im Herbst noch zuspitzen, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters am Dienstag. "Ab Oktober sind Zelte als Unterkünfte nicht mehr möglich." Daher müssten Länder und Kommunen dringend für eine Unterbringung in festen Unterkünften sorgen.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, sagte der "Passauer Neuen Presse", die Aufnahme von täglich tausenden Flüchtlingen sei eine gewaltige Herausforderung für die Kommunen, deshalb gebe es auch immer wieder Hilferufe an Bund und Länder. "Aber einen Kollaps sehe ich nicht auf uns zukommen." Panikmache helfe nicht dabei, mit der Lage fertig zu werden.

Bei einem Fußballspiel in einer Unterkunft für Asylbewerber in Trier haben sich unterdessen mehrere Dutzend Flüchtlinge eine Massenschlägerei geliefert. Dabei wurde am Montagabend ein syrischer Flüchtling verletzt. Auslöser war nach Angaben von Innenminister Roger Lewentz (SPD) ein Tor, das ein syrisches gegen ein albanisches Team erzielte. Daraufhin gingen Zuschauer aufeinander los. Der Sicherheitsdienst alarmierte die Polizei, mehr als 70 Einsatzkräfte trennten die Parteien und brachten die Situation unter Kontrolle. Drei Bewohner im Alter von 21 bis 25 Jahren wurden vorübergehend festgenommen.
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