Selbstmordanschläge und Angriff auf Ausbildungsmission der Nato kosten zahlreichen Menschen das ...
Welle der Gewalt erschüttert Afghanistan

Trotz der Präsenz von Polizei und Militär kommt es in der afghanische Hauptstadt Kabul immer wieder zu Anschlägen, bei den Zivilisten sterben und Häuser zerstört werden. Bild: dpa
Die radikalislamischen Taliban haben Afghanistan mit einer Welle der Gewalt überzogen. Nach einer Anschlagserie in Kabul riss ein Selbstmordattentäter der Extremisten in der nordafghanischen Provinz Kundus mindestens 25 Menschen mit in den Tod. 21 Opfer seien Angehörige einer regierungsfreundlichen Miliz gewesen, sagte Provinz-Polizeisprecher Sarwar Hussaini. Zudem seien vier Zivilisten getötet worden, als der Attentäter sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug nahe einer Versammlung der Miliz zur Explosion brachte.

In Kabul hatte am Freitag zunächst ein Selbstmordattentäter in einem Lastwagen versteckten Sprengstoff gezündet. Dann sprengte sich ein zweiter Attentäter in einer Schlange von Kadetten vor der Polizeiakademie in die Luft. Dabei waren 53 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Am Abend griffen Taliban-Kämpfer eine Basis der Nato-geführten Ausbildungsmission Resolute Support (RS) an, die in der Nähe des Bundeswehr-Lagers im Viertel Kasaba liegt. Dabei wurde auch ein US-Soldat getötet. Die Taliban bekannten sich zu den Anschlägen in Kundus und vor der Polizeiakademie sowie dem Angriff auf RS-Soldaten, wiesen aber jede Verantwortung für die Lastwagenbombe zurück. Die Mission der Vereinten Nationen in Afghanistan (Unama) teilte mit, die Zahl der zivilen Opfer bei den drei Angriffen in Kabul sei die höchste, die die UN seit Beginn der systematischen Registrierung 2009 an einem einzelnen Tag in Afghanistan verzeichnet hätten.

In der nordostafghanischen Provinz Badachschan hängten nach Regierungsangaben Taliban-Kämpfer eine 27-Jährige wegen einer angeblichen außerehelichen Beziehung. Die dreifache Mutter sei am Samstag vor ihrem Ehemann, ihrer Familie und anderen Bewohnern des Dorfes Teergaran hingerichtet worden. Die Bundeswehr war im Jahr 2012 aus der Provinz Badachschan abgezogen..
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