Serbien droht EU und Kosovo

Serbien hat mit einem Boykott der für den 9. Februar geplanten EU-Vermittlung im Kosovo-Konflikt gedroht. Sollte das Kosovo-Parlament heute die Übernahme des Bergwerks Trepca beschließen, ergebe die in Brüssel verabredete neue Verhandlungsrunde keinen Sinn mehr, sagten mehrere Minister am Sonntag in Belgrad. Das an der Grenze zwischen dem Kosovo und Serbien gelegene Bergwerk, in dem Buntmetalle, Blei und Silber gefördert werden, gehöre Serbien. 3300 serbische Familien seien von dieser Arbeitsstätte abhängig. Die Rechtslage ist verworren, weil die Mine früher gesellschaftliches Eigentum war. In Trepca arbeiten heute sowohl Serben als auch Albaner. Die Unternehmensführung ist ebenfalls geteilt.
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