Sorge um Religionsfrieden
Vertreter französischer Glaubensgemeinschaften werben für Zusammenhalt

Paris. Nach dem Anschlag auf eine katholische Kirche haben die großen Glaubensgemeinschaften in Frankreich zu einem friedlichen Miteinander aufgerufen. "Heute sind wir sind alle französische Katholiken", sagte der Vorsitzende des islamischen Dachverbands CFCM, Anouar Kbibech, am Mittwoch. Der Pariser Erzbischof André Vingt-Trois warnte: "Wir dürfen uns nicht ins politische Spiel (der Terrormiliz Islamischer Staat) hineinziehen lassen, die die Kinder derselben Familie gegeneinander aufbringen will."

Beim Treffen mit Präsident Francois Hollande forderten die Glaubensgemeinschaften "eine größere Aufmerksamkeit" für die Sicherheit ihrer Kultstätten, sagte der Rektor der Großen Moschee von Paris, Dalil Boubakeur. Kardinal Vingt-Trois appellierte: "Die besonders harmonischen Beziehungen, die in Frankreich zwischen unseren verschiedenen Religionen bestehen, sind eine wichtige Ressource für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft." Premier Manuel Valls hatte am Vorabend vermutet, die Attentäter hätten es darauf abgesehen, einen "Krieg der Religionen" zu provozieren.

Die großen Kirchen in Deutschland wollen ihre Türen weiter offen halten. Sie wollen sich nicht einschüchtern lassen.
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