Spanien und Portugal fühlen sich zu Unrecht kritisiert - Merkel fordert Reformen
Athen eckt bei Partnern an

Nach Kritik des griechischen Premiers Alexis Tsipras an Spanien und Portugal nehmen die Spannungen im Euro-Gebiet wieder zu. Madrid und Lissabon hätten sich bei der EU-Kommission über Tsipras' Äußerungen beschwert, berichtete eine Sprecherin am Montag in Brüssel. Tsipras hatte am Wochenende den konservativen Regierungen Spaniens und Portugals vorgehalten, es in der EU auf ein Scheitern seiner Linksregierung abgesehen zu haben. Portugal und Spanien hatten von den Euro-Partnern milliardenschwere Hilfsprogramme erhalten und diese erfolgreich abgeschlossen. Der Sprecher von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Martin Jäger, sagte in Berlin, so ein Verhalten gehöre sich unter Euro-Partnern nicht: "Nach europäischen Maßstäben war das ein sehr ungewöhnliches Foulspiel." Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos sagte: "Ich kann versichern, dass Spanien und Portugal bei den Gesprächen nicht die Länder waren, die die härteste Linie vertraten." Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Länder der Euro-Zone zu weiteren Reformen aufgerufen, um Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Notwendig seien vor allem Investitionen in Forschung und Entwicklung, sagte sie am Montag in Berlin zum Auftakt einer Konferenz der Europäischen Investitionsbank EIB. Die Krise sei noch nicht vollständig überwunden.
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