SPD fordert gleiche Kassenbeiträgen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Ruf nach Rückkehr zur Parität

Berlin. Die SPD will wie die Opposition die Arbeitnehmer bei den Beiträgen zur Krankenversicherung entlasten. Sobald wie möglich solle die Finanzierung wieder zu gleichen Teilen auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber verteilt werden. Dies machte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach am Donnerstag in einer Debatte im Bundestag deutlich. Jetzt müssten die Weichen gestellt werden für eine paritätische Finanzierung der Beiträge. CDU, CSU und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag die jetzige Systematik für die laufende Legislatur festgeschrieben. Damit dürfte die Finanzierung der Krankenkassenbeiträge Wahlkampfthema für die Bundestagswahl 2017 werden. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) rechnet mit einer weiter steigenden Belastung der Beitragszahler. Zur Zeit liegt der allgemeine Beitragssatz, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte tragen, bei 14,6 Prozent. Dazu können die Krankenkassen je nach eigener Finanzlage einen Zusatzbeitrag erheben, den das Gesundheitsministerium für 2016 auf durchschnittlich 1,1 Prozentpunkte prognostiziert.

Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.