Staatsanwaltschaft Weiden ermittelt: 2-jähriges Kind mit heißem Wasser misshandelt
Kind massiv verbrüht

Symbolbild: Polizei

Weiden. (doz) Es müssen höllische Torturen für das mittlerweile zweijährige Kind gewesen sein. Schließlich wurde es Ende 2013 und Mitte 2014 mit "massiven Verbrennungen" - in mindestens einem Fall zweiten Grades - ins Krankenhaus eingeliefert. Das teilte Leitender Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer auf Nachfrage mit. Es steht der Verdacht im Raum, dass diese Verletzungen absichtlich herbeigeführt wurden. Konkret: Dass das Kleinkind mit kochend heißem Wasser überschüttet wurde. Die Staatsanwalt ermittelt wegen Misshandlung Schutzbefohlener.

Am Dienstag musste ein Weidener wegen dieses Falls in Untersuchungshaft einrücken. Der 26-Jährige wurde allerdings bereits am Mittwoch wieder entlassen. "Es liegt kein Geständnis vor, von wem auch immer. Das macht die Sache nicht einfacher", erklärte Schäfer. Zudem seien die Familienverhältnisse schwer durchschaubar. Der Verdächtige "ist möglicherweise der Vater".

Verdacht der Misshandlung

Der Verdacht der Misshandlung kam bei der zweiten Behandlung Mitte 2014 auf. Das Jugendamt schaltete damals die Polizei ein. Auch das Institut für Gerichtsmedizin war laut Schäfer mehrfach mit dem Fall betraut. Schäfer informierte außerdem darüber, dass das Kleinkind mindestens einmal in einer Spezialklinik behandelt werden musste.

Offene Fragen

Der Leitende Oberstaatsanwalt erklärte, dass einige Fragen noch nicht final geklärt seien. Unklar ist, was die Ursache der Verbrennungen ist und was sich konkret Ende 2013 und einige Monate später ereignet hat. Weil die Ermittlungen aktuell laufen, wollte Schäfer auch keine weiteren Details nennen.
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