Steinmeier und Ayrault in der Ukraine
Besorgt um Kiews Reformkurs

Kiew. Deutschland und Frankreich wollen die Ukraine auf proeuropäischem Reformkurs halten. Bei einem gemeinsamen Besuch in Kiew appellierten die Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Jean-Marc Ayrault am Montag an die ukrainische Politik, den ursprünglichen begonnenen Weg zu Reformen fortzusetzen. Steinmeier mahnte einen entschiedenen Kampf gegen Korruption an. Befürchtet wird auch, dass der Parteienstreit den Konflikt im Osten des Landes wieder anheizt.

Der westlich orientierte Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat seit vergangener Woche im Parlament keine Mehrheit mehr. Zudem steckt die ehemalige Sowjetrepublik in einer schweren Wirtschaftskrise. Im Osten dauert der Konflikt mit prorussischen Separatisten an. Gegen den Waffenstillstand wird von beiden Seiten immer wieder verstoßen. Vor dem Abflug nach Kiew hatten sich Steinmeier und Ayrault in Berlin getroffen. Für Frankreichs neuen Außenminister war dies der erste Besuch in der deutschen Hauptstadt in neuer Funktion. Ayrault hatte vor seiner Karriere in der Politik als Deutschlehrer gearbeitet. Er sagte auf deutsch: "Es ist immer eine Freude, hier in Deutschland zu sein."
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