Stolpersteine für Radfahrer

SV-Jugendleiter Harald Striegl zeigte das Gefahrenpotential des Flurwegs für Radfahrer auf. Die Waldauer scheitern seit Jahren mit der Forderung nach einem Fahrradweg zum SV-Gelände entlang der Kreisstraße. Der würde enorme Sicherheit für die Zweiradfahrer bringen. Bild: dob

Ein leidiges Thema in Waldau ist seit vielen Jahren ein fehlender Fahrradweg zwischen Waldau und dem Sportgelände des SV an der Kreisstraße 23 zwischen Waldau und Lämersdorf. Der Wunsch kam nun in der Bürgerversammlung wieder einmal zur Sprache.

Die Nachwuchsfußballer wollen mit dem Fahrrad zum Training fahren. Das wiederum möchten Eltern ihren Sprösslingen aus Sicherheitsgründen auf der gefährlichen Strecke nicht erlauben. Selbst Erwachsene zögern in diesem Bereich, auf ihr Rad zu steigen oder sich zu Fuß auf die wenige Hundert Meter lange Strecke zum nahe gelegenen Fußballplatz aufzumachen.

Mittlerweile befolgen viele Bewohner den Ratschlag von Bürgermeister Andreas Wutzlhofer und fahren den Umweg über Iltismühle. Allerdings berge diese Wegstrecke ein ganz anderes Risiko, wie Jugendleiter Harald Striegl bei der Bürgerversammlung vortrug und sogleich demonstrierte, als er drei Hühnerei große Steine auf den Tisch legte. Der Straßenbelag löse sich in diesem Abschnitt auf und bilde viele gefährliche Fallen für die Radler. Höchstens ein Mountainbike käme einigermaßen sicher durch.

Gefahr bannen

Der Jugendleiter forderte keinesfalls einen Ausbau der Straße, sondern einen Rückbau mit befestigtem Material. Damit wären zumindest die Gefahren gebannt, sagte Striegl. Außer landwirtschaftlicher Fahrzeuge würden dort keine Autos fahren, deswegen wäre lediglich eine Befestigung nötig.

Außendienstleiter Karl Frey nimmt sich der Problematik an der Ausweichroute an, sagte er zu. Konrad Striegl würde sich zusätzlich eine Verlängerung der bestehenden Geschwindigkeitsbegrenzung am Ortsende von Waldau hin zum Sportplatzgelände wünschen: "Das würde die Sicherheit der Autofahrer beim Abbiegen nach links enorm erhöhen."

Zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier machte kaum Hoffnung dieses Ansinnen auf der Kreisstraße umsetzen zu können, denn eine ähnliche Situation finde man beim Ein- und Ausfahren im Sportzentrum Vohenstrauß gegenüber dem Hackschnitzelheizwerk vor. Anregungen von Eltern, Polizeiinspektion und der Stadt, in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen oder die bestehende Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Umgehungsstraße auszuweiten, wurden aufgrund der Verkehrsrichtlinien vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach abgelehnt. Begründung war die ausreichende Sichtweite bei der Ausfahrt des Sportzentrums von 200 Metern in beide Richtungen.

Laut Polizeiinspektion Vohenstrauß stellt dieser Abschnitt trotzdem eine besondere Gefahrenstrecke dar, denn bei größeren Veranstaltungen parken mittlerweile Besucher des Sportzentrums gegenüber beim Hackschnitzelheizwerk und überqueren die stark frequentierte Kreisstraße. Zudem stellte die Polizei damals den Antrag, im Kurvenbereich auf Höhe des Sportzentrums eine Schutzplanke zur Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer auf dem vorbeiführenden Weg anzubringen. Auch dieser Antrag wurde vom Staatlichen Bauamt abgelehnt, machte Münchmeier deutlich.

Vorstoß gescheitert

Ebenfalls ablehnend stand der Forderung der Sachbearbeiter für Verkehr im Landkreis Neustadt/WN, Polizeihauptkommissar Alfred Arnold, gegenüber. "Da muss es wohl erst Tote geben", schimpften die Waldauer. Vor fünf Jahren sei erst ein Vorstoß um eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Strecke am Waldauer Sportplatz bei der zuständigen Landkreisbehörde gescheitert, informierte Geschäftsleiter Alfons Sier. Ob nun ein erneuter Antrag gestellt werde, blieb noch offen. Hans Ertl forderte an der Einmündung Enge Gasse zur Roggensteiner Straße einen Verkehrsspiegel. Der Verkehrsausschuss kümmere sich darum, sagte Münchmeier zu.

Rund um Waldauer Burg seien die Straßenschilder total verwittert und unlesbar, fiel Heiner Ertl bei der Fronleichnamsprozession auf. Diese werden nun erneuert, so Frey. Josef Kiesl wollte wissen, ob derzeit in der Gemarkung Waldau Windräder geplant seien. Wegen der Unsicherheit durch die 10-H-Regelung seien Investoren derzeit verunsichert und in Lauerstellung, entgegnete der zweite Bürgermeister.

Ebenfalls wollte der Waldauer wissen, ob sich die Wasserqualität im Ortsteil verändert habe. Frey verneinte. Das Wasser werde viermal im Jahr bakteriologisch untersucht. Würde da ein Keim entdeckt, würden die Quellen sofort gesperrt werden. Heute seien die einzuhaltenden Richtwerte viel niedriger und strenger als noch vor einigen Jahren.
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