Streit zwischen CSU und CSU
Schäuble weist Seehofer zurecht

Berlin. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat die CSU im unionsinternen Streit über die Asylpolitik scharf zurechtgewiesen. "Wie in der Union miteinander umgegangen wird, ist ziemlich einseitig: Es gibt nichts Vergleichbares aus der CDU gegenüber der CSU, nicht im Ganzen und nicht gegenüber Einzelnen - null", sagte der CDU-Politiker in einem ZDF-Interview. "Die Formulierung 'Streit zwischen Merkel und Seehofer' muss ich zurückweisen. Es sind Attacken gegen Merkel."

Klausur in Potsdam


Schäubles Äußerungen wurden bereits am 13. Mai für eine ZDF-Dokumentation aufgenommen, die am 8. Juni gesendet wird. Die Führungen beider Parteien wollen am 24. und 25. Juni tagen, um die andauernde Entfremdung zu beenden. Für die Klausur steht offenbar nach längeren Diskussionen ein Ort fest: Potsdam.

Söder kontert Schäuble


Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte am Mittwoch in der ARD: "Allmählich muss Schluss sein mit Interviews einer bestimmten Schärfe aus München, die spalten und nicht zusammenführen." Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) forderte Schäuble auf, sich an die eigene Partei zu wenden. "Die CDU verliert, nicht die CSU", sagte er zu den sinkenden Umfragewerten der Schwesterpartei. Und an Schäubles Adresse: "Eigentlich ist er viel zu intelligent, um an das zu glauben, was er da sagt."
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