Studenten fordern Rücktritt des Regierungschefs
Frist in Hongkong

Am fünften Tag in Folge protestieren die Studenten in Hongkong für ein demokratischeres Wahlverfahren. Bild: dpa
Bei den Protesten in Hongkong droht eine Eskalation. Ultimativ forderten die Studenten bis Donnerstag einen Rücktritt von Regierungschef Leung Chun-ying und eine Rücknahme der Pläne für nur begrenzte Wahlen. Sonst wollten sie die Demonstrationen ausweiten, zum Streik aufrufen oder Regierungsgebäude besetzen, kündigte die Studentenvereinigung an.

Während Tausende den fünften Tag in Folge demonstrierten, steuern beide Seiten weiter auf Kollisionskurs. Regierungschef Leung gibt sich kompromisslos und forderte ein "sofortiges" Ende der Proteste. Peking werde nicht einlenken. Zum Nationalfeiertag am Mittwoch sollen in der chinesischen Sonderverwaltungsregion wieder Zehntausende Hongkonger mobilisiert werden. "Wir werden China zum Feiertag ein großes Geschenk machen", sagte ein Aktivist. "Wenn unsere Forderungen bis 2. Oktober nicht erfüllt werden, ... haben wir drei Möglichkeiten", sagte Studentenführer Alex Chow. "Die erste ist, die Proteste in der Stadt auszuweiten. Die zweite, einen Arbeiterstreik zu starten, und die dritte, ein Regierungsgebäude zu besetzen."

Hongkongs Regierungschef Leung hatte zuvor die Forderungen abgelehnt und die Proteste - wie Peking - als "illegal" verurteilt. Ein Eingreifen scheint aber nicht unmittelbar bevorzustehen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Politik (7296)Hongkong (34)Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.