Studie zu deutschen Klimaschutzzielen
Weg von der Kohle

Deutschland müsste bis zum Jahr 2040 nahezu komplett aus der Kohleindustrie aussteigen, um die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Zu diesem Schluss gelangt die auf Energiewende-Fragen spezialisierte Denkfabrik Agora.

Bis zum Jahr 2030 müsste die Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken um 60 Prozent reduziert und bis zum Jahr 2040 fast komplett eingestellt werden, heißt es in einer Studie, die der dpa vorliegt. Ziel der Bundesregierung ist es, den CO2-Ausstoß deutlich zu senken. Agora-Direktor Patrick Graichen mahnte eine Langfrist-Strategie für einen Kohleausstieg und den damit verbundenen Strukturwandel an. Kraftwerks-Betreiber müssten planen können: "Wo nötig, muss auch über Programme nachgedacht werden, die den schrittweisen Kohleausstieg sozial abfedern." Die Grünen im Bundestag erklärten, die Studie belege, dass ein Kohleausstieg in den nächsten 20 bis 25 Jahren möglich sei. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte angekündigt, dass die Bundesregierung direkt nach der Klimakonferenz in Paris den Kohleausstieg für die kommenden 20 bis 25 Jahre angehen müsse. Zu dem von Hendricks genannten Fahrplan wollten sich bisher allerdings weder das Wirtschaftsministerium noch das Kanzleramt konkret äußern. Widerstand kommt von der Bergbau-Gewerkschaft IG BCE.
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