Studie zur sozialen Gerechtigkeit in der EU
Kinder die Verlierer

Kinder und Jugendliche sind nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung die großen Verlierer der europäischen Wirtschafts- und Schuldenkrise der vergangenen Jahre. 26 Millionen oder fast 30 Prozent der unter 18-Jährigen in der Europäischen Union sind demnach von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Besonders hart trifft es dabei Spanien, Portugal, Italien und Griechenland. Dort erhöhte sich die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen seit 2007 um 1,16 Millionen auf 7,6 Millionen. Die am Dienstag vorgestellte Studie zur sozialen Gerechtigkeit (Social Justice Index) beleuchtet zum zweiten Mal nach 2014 die Entwicklung in allen 28 EU-Staaten anhand von 35 Kriterien. Deutschland belegt wie bereits bei der ersten Studie trotz großer volkswirtschaftlicher Kraft nur den siebten Platz, konnte seinen Index-Wert seit 2008 - damals war die Erhebung noch nicht so umfassend wie heute - aber von 6,16 auf 6,52 verbessern. Der EU-Schnitt liegt bei 5,63. Spitzenreiter bleibt Schweden (7,23), Griechenland fällt mit 3,61 weiter zurück.
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