Sturm vor der Waffenruhe
Russland forciert Angriffe in Syrien

Damaskus. Kurz vor dem geplanten Beginn einer Waffenruhe in Syrien haben russische und syrische Jets ihre Angriffe auf Rebellen intensiviert. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete am Freitag, es seien Dutzende Angriffe auf Ziele in mehreren Provinzen des Landes geflogen worden. Auch das Umland der Hauptstadt Damaskus wurde demnach massiv bombardiert. Gleichzeitig stimmten fast 100 Rebellengruppen der Feuerpause zu.

Die Waffenruhe sollte am Samstag um 0 Uhr Ortszeit (Freitag 23 Uhr MEZ) beginnen. Es ist innerhalb kurzer Zeit der zweite Versuch, die Gewalt nach fünf Jahren Bürgerkrieg zu beenden. Die Regierung, das wichtigste Oppositionsbündnis sowie andere Konfliktparteien hatten der Waffenruhe in dieser Woche zugestimmt. Von ihr ausgenommen sind die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Al-Nusra-Front, der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Staatsmedien hatten am Donnerstag gemeldet, das Regime wolle Daraja auch nach Beginn der Waffenruhe weiter angreifen, weil dort Anhänger der Al-Nusra-Front kämpften. Der Ort ist strategisch wichtig, weil in der Nähe ein Militärflughafen liegt. Regimegegner aus Daraja sagten hingegen, es gebe in dem Ort keine Kämpfer der Al-Nusra-Front.
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