Stuttgarter Nachrichten
Pressestimmen

Zur Neuausrichtung der CDU schreibt die Tageszeitung:

Papier ist bekanntlich geduldig, erst recht bei einer Parteireform. Dabei dürften mehr Frauen in politischer Verantwortung den Parteien gut tun. Im Großen wie im Kleinen. Bundesweit sind allein rund 220 000 kommunale Mandate zu vergeben. Die sind bei anhaltendem Mitgliederschwund ohne einen größeren Frauenanteil nicht zu besetzen. Was zeigt: Mit den alten Männer-unter-sich-Runden ist künftig kein Blumentopf, erst recht keine Wahl mehr zu gewinnen.

Die Rheinpfalz

Die Zeitung aus Ludwigshafen kommentiert zur CDU-Reform:

Politische Arbeit macht Mühe - und daran wird auch das Modernisierungskonzept von CDU-Generalsekretär Tauber wenig ändern. Revolutionär ist es nicht, es wirft sich vor allem auf Organisatorisches. Dass es auch an den Inhalten oder der Programmatik liegen könnte, warum die Volkspartei CDU für Frauen und den jüngeren Teil des Volkes nicht sonderlich attraktiv ist, dieser Gedanke war den Modernisierern offenbar zu kühn.

Saarbrücker Zeitung

Zur Reform der CDU merkt die Tageszeitung aus Saarbrücken an:

Als "Mitmach- und Online-Partei" will's die CDU versuchen. Nix mehr mit politisieren und die Köpfe heiß reden - jetzt sind Versammlungen mit festgelegter Dauer angesagt. Wir-Gefühl vermittelt die neue Handy-App. Und das Parteiprogramm sollte "auf zehn Seiten" passen, findet der Jung-Star der Union, Jens Spahn. Zu viele Details stören nur, schlicht und knackig soll's sein. Politik to go. Ganz so simpel funktioniert es allerdings nicht. Sicher, eine moderne Partei braucht zeitgemäße Strukturen. Aber eben auch Positionen und Inhalte, die neue Mitglieder ansprechen. Da bleibt viel zu tun.

Neue Westfälische

Die Zeitung aus Bielefeld meint zur CDU-Parteireform:

Deshalb sind nicht die Fragen entscheidend, wann Gremiensitzungen anfangen, ob die Mitglieder bei der Aufstellung von Kandidaten gefragt werden oder wie hoch der Beitrag ist. Wichtiger ist, dass eine Partei inhaltliche Positionen hat, die ein Mitglied guten Gewissens vertreten kann. Genau da ist jedoch das Dilemma aller Parteien - auch der CDU. Es gibt das einheitlich konservative oder fortschrittliche Denken nicht mehr.
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