Stuttgarter Nachrichten
Pressestimmen

Das Blatt schreibt zur Flüchtlingskrise:

Wenn die Europäische Union nicht bald Lösungen findet, die Flüchtlingsströme gerechter zu verteilen, gerät mehr ins Rutschen als die Verträge von Schengen und Dublin. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, erinnert alle Mitglieder daher zu Recht eindringlich an ihren Schwur, ohne den Europa nicht zukunftsfähig ist: in fairem Miteinander Probleme gemeinsam zu lösen. Sollte das aus nationalen Beweggründen mit viel zu vielen verbohrten Partnern nicht mehr möglich sein, nimmt die Idee eines geeinten Europas nachhaltig Schaden. Ungarn, Polen und all die anderen sich abschottenden EU-Nachrücker müssen sich deshalb schon aus Eigennutz genau überlegen, ob es klug ist, das Solidaritätsgebot weiter mit ihrem Asyl-Njet mit Füßen zu treten.

Neue Osnabrücker

Die Zeitung meint zur Debatte in der EU:

Europa droht die Spaltung: in jene Länder, die sich der Verantwortung stellen und Menschen in Not helfen; und in jene, die Solidarität verweigern und sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen sperren. Alle Einigungsversuche waren bislang erfolglos, weshalb nun andere Saiten aufgezogen werden könnten. Das Motto: Wer nicht hören will, muss zahlen. So stellt es sich unter anderen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vor.

De Standaard

Die belgische Zeitung richtet den Blick auf Afrika:

Die Fokussierung auf die Balkanroute, auf der Zehntausende vor Kriegsgewalt fliehen, macht vergessen, dass es eine viel größere und unaufhaltsam wachsende Bewegung junger Menschen gibt, die aus Afrika flüchten wollen und in Europa das Land der Verheißung sehen. ... Keine Mauer, kein Meer und keine Macht wird diese Menschen davon abhalten, sich in Richtung ... Europa auf den Weg zu machen.
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