Stuttgarter Nachrichten
Pressestimmen

Die Zeitung schreibt zum EU-Paket für die Bauern:

Ausgerechnet jetzt treffen zwei unglückliche Entwicklungen zusammen: Weil die Milchquote weg ist, steigt das Angebot; und unter der wirtschaftlichen Flaute in China sinkt weltweit die Nachfrage. Dass Russland wegen der Sanktionen unter anderem den Milch-Import gedrosselt hat, ist für die Existenzgrundlage von 80 000 Milchbauern in Deutschland ein weiterer Hammerschlag. Da liegt es nahe, nach Wiedereinführung der Milchquote zu rufen. Doch Milch aufzukaufen, die niemand braucht, ist kein tragfähiges Konzept. Es bringt wenig, Landwirte vor den Märkten abzuschotten, für die sie arbeiten. Was aber durchaus vertretbar ist, ist die zeitweise finanzielle Unterstützung, wie die EU sie jetzt plant.

Hospodarske noviny

Zu einer möglichen militärischen Einmischung Russlands in Syrien meint das tschechische Blatt:

Russland hat das syrische Regime während des dortigen Bürgerkriegs immer unterstützt. Für Moskau wäre es ein großer Propagandasieg, wenn es eigene Truppen auf den Boden in Syrien schickt, während die USA nur auf langwierige Bombardierungskampagnen setzen. Mit einem Engagement an der Seite der Kräfte, die gegen den Islamischen Staat kämpfen, würde sich Russland zudem als nutzbringendes Mitglied der internationalen Gemeinschaft rehabilitieren.

The Independent

Die britische Zeitung kommentiert die Flüchtlingspolitik der Regierung Cameron:

Wenn arme Länder wie der Libanon Millionen Schutz bieten, wenn Deutschland 20 oder noch mehr Plätze geschaffen hat für jeden, den Großbritannien anbieten wird, und wenn wir während früherer Auswanderungswellen sehr viel mehr Menschen ... aufgenommen haben, dann ist das eine unzureichende Reaktion. Schätzungen, wie viele Großbritannien in einem Flüchtlings-Quotensystem der EU aufnehmen sollte, variieren, aber alle sind größer als die Zusage der Regierung.
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