Stuttgarter Nachrichten
Pressestimmen

Die Zeitung kommentiert die Rolle von Verkehrsminister Dobrindt im Abgas-Skandal bei Volkswagen:

Kein Tag vergeht, an dem Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sich nicht zum VW-Skandal äußert. Jetzt hat er also angeordnet, was ohnehin passiert wäre. Der VW-Konzern muss die manipulierten Autos in der Werkstatt nachbessern - neu ist nur, dass die Rückruf-Aktion behördlich überwacht wird, damit sie auch ja ordnungsgemäß abläuft. Seit Bekanntwerden des Abgas-Skandals um Diesel-Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern gebärdet sich Dobrindt als Chefaufklärer der Nation und gefällt sich dabei sichtlich in seiner Rolle.

Nordwest-Zeitung

Die Zeitung schreibt zur Abgas-Affäre bei Volkswagen:

Folgen wird die Abgas-Affäre auch für die Zukunft des Dieselmotors haben, der von Vielfahrern in Europa wegen seines wirtschaftlichen Kraftstoff-Verbrauchs und seiner Leistungsfähigkeit geschätzt wird. Anders als in den USA, wo man dank lange unerschöpflich scheinender Ölvorräte die Motorleistung aus großvolumigen Benzinmotoren herauskitzelte, hat der Dieselmotor in europäischen Automobilen eine Jahrzehnte währende Tradition.

Mitteldeutsche Zeitung

Das Blatt aus Halle merkt zu VW an:

Um nicht in den Strudel der Affäre zu geraten, müssen Ministerium und Behörde jetzt die harten Aufklärer geben: Das Kraftfahrtbundesamt ordnete an, dass 2,4 Millionen VW-Fahrzeuge Anfang 2016 in die Werkstätten zurückgerufen werden müssen. Dobrindt verkündete den Erlass vor den Medien. Volkswagen hatte dies aber zuvor schon auf freiwilliger Basis angekündigt. Ob die Behörde durch ihr Vorgehen nun mehr Kontrolle hat, sei dahingestellt.
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