Stuttgarter Zeitung
Pressestimmen

Das Blatt schreibt zu den Luftschlägen in Syrien:

Sind die hemmungslos mordenden Islamisten zu vertreiben, ohne dass an ihre Stelle andere bewaffnete Kräfte treten und wieder eine stabile Ordnung herstellen? Können beispielsweise die Kurden und andere Oppositionsgruppen in Syrien diese Aufgabe übernehmen? Die bisherigen Erfahrungen ... im Irak stimmen skeptisch. Dort ist zwar ein weiteres Vordringen der IS verhindert worden, aber kein wirkliches Zurückdrängen aus bereits besetzten Städten und Dörfern gelungen. Noch gilt Obamas Wort, dass er keine amerikanischen Bodentruppen entsenden wird. Mit den Angriffen aus der Luft hat sich der US-Präsident jedoch schon viel tiefer als er wollte in diesen Konflikt hineinbegeben.

Kölner Stadt-Anzeiger

Die Zeitung kommentiert ebenfalls den Einsatz gegen den IS in Syrien:

Niemand hat Barack Obama autorisiert, in Syrien Bomben abzuwerfen. Und trotzdem ist man nun weithin erleichtert, dass sich der US-Präsident über das Völkerrecht hinwegsetzt, das in diesem Fall so offensichtlich versagt. Die US-Intervention in Syrien wird zunächst einmal das Schlimmste verhindern. Es ist fürs Erste die beste aller schlechten Lösungen.

Mannheimer Morgen

Das Blatt meint zum UN-Klimagipfel:

Die markigen Worte des UN-Chefs - "Klimaschutz ist das bestimmende Thema unserer Zeit" - zeigen offenkundig nur wenig Wirkung. Nicht nur Merkel blieb zu Hause, sondern auch die Regierenden aus China, Indien, Russland und Brasilien haben Ban die kalte Schulter gezeigt. Konkrete Zusagen über einen verminderten Ausstoß von CO2, die es ermöglichen sollten, das 2-Grad-Ziel der Erderwärmung doch noch zu halten, waren so ausgeschlossen. Und auch die vollmundig erklärte größere Rolle Deutschlands in der Weltpolitik hat sich bis auf weiteres als Luftnummer erwiesen. Wer nicht hingeht, kann nichts beeinflussen.
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