Stuttgarter Zeitung
Pressestimmen

Das Blatt schreibt zur Lage der Bundeswehr und der Situation von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU):

Nun muss sich die Verteidigungsministerin um die wirklich wichtigen Fragen kümmern: um die Ausrüstung statt um Kinderkrippen, die ihr attraktive Bilder bieten. Ursula von der Leyen muss umsetzen, woran schon ihre Vorgänger gescheitert sind: dem Ministerium ein professionelles Rüstungsmanagement zu verpassen. Sie hat zwar eine neue Rüstungsstaatssekretärin und externe Prüfer auf den intransparenten, von Egoismen geprägten und oft ineffektiven Beschaffungsprozess angesetzt, bei dem möglicherweise Milliarden an Steuergeldern nicht sinnvoll eingesetzt werden. Dass damit alles besser wird, dafür gibt es in diesem fast unregierbaren Ministerium aber keine Garantie.

Mitteldeutsche Zeitung

Das Blatt aus Halle meint zum selben Thema:

Die Ministerin hat es in der Bundeswehr mit einer seit langem gepflegten Kultur zu tun, die Unerfreuliches gern unter den Tisch fallen lässt. Sie hat es mit einem Finanzminister zu tun, der weit weniger Geld rausrückt, als sie eigentlich bräuchte. Die Rüstungsindustrie wiederum ist nicht verlässlich. Und schließlich ist von der Leyen die große Ungeliebte des Kabinetts. Im Kanzleramt schaut man kritisch auf sie. Gleiches gilt für die Unionsfraktionsführung unter Volker Kauder. In der SPD hat man schon deshalb ein Interesse, die Zähe klein zu machen, weil die auf ewig unbesiegbare Angela Merkel längst genug Frust auslöst. So sehr Ursula von der Leyen den Job der Verteidigungsministerin wollte, so sehr wünschen all die anderen, dass sie endlich einmal scheitert.

Heilbronner Stimme

Die Zeitung kommentiert ebenfalls die Mängel bei der Bundeswehr:

Niemand weiß, welche deutschen Verteidigungssysteme überhaupt einsetzbar sind. Die meisten sind es definitiv nicht. Wer sich mit Liefer- und Wartungsproblemen herausredet, der lenkt nur ab. Diese unentschuldbare Situation ist umso peinlicher, zumal sich unsere Verteidigungsminister auf PR-Reisen in die Krisenregionen gerne medial in Szene setzen. Das aber ist nur der schöne Schein. Ansonsten haben die politisch Verantwortlichen den Überblick bei der Bundeswehr verloren.
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