Stuttgarter Zeitung
Pressestimmen

Die Tageszeitung kommentiert zum Krieg in der Ukraine:

Wenn in Donezk und Lugansk die Waffenruhe hält, ist noch nicht alles verloren. Kein Zweifel: Putin provoziert einen neuen kalten Krieg. Er spielt ein Spiel, das die friedensverwöhnten Europäer nicht mehr gewohnt sind und das einen langen Atem erfordert. Ihm hingegen sind die Regeln noch bestens vertraut. Der Westen sollte sich deshalb erinnern, wie der letzte Kalte Krieg entschieden wurde: nicht militärisch, sondern mit wirtschaftlicher Überlegenheit. Jene, die das Scheitern der Diplomatie beklagen, müssen Alternativen benennen. Panzer? Raketen? Militärisch kann nur die Nato Russland beikommen. Das aber war nie eine Alternative, sondern immer schon Wahnsinn.

Berliner Zeitung

Die Tageszeitung merkt an:

Die Bundesregierung sieht den Friedensprozess in Gefahr, will aber an ihm festhalten und hat den nächsten Hoffnungsschimmer in der Resolution des Weltsicherheitsrats erkannt. Ihr guter Glaube ehrt sie. Tatsächlich aber ist mehr gefährdet als der Frieden in der Ukraine. Das doppelte Spiel Putins, die fortgesetzte Täuschung über die Rolle Russlands in diesem Krieg, untergraben nicht nur jedes diplomatische Bemühen, sie desavouieren die Instrumente und Institutionen, die dafür zur Verfügung stehen.

Nepszabadsag

Die oppositionelle Budapester Zeitung "Nepszabadsag" meint zum Besuch des russischen Präsidenten Putin in Ungarn:

Der ungarische Regierungschef (Viktor Orban) verzog keine Miene, als sein Gast die in Debalzewo eingeschlossenen, ihre Heimat verteidigenden ukrainischen Soldaten zur Kapitulation aufforderte. Orban verlor kein Wort über die Unverletzlichkeit des ukrainischen Territoriums, über die Souveränität des Nachbarlandes. Die Sorgen der EU und Nato erwähnte er nicht, und auch nicht die Opfer der Kämpfe, die eine Million Flüchtlinge. ... Die Würfel sind gefallen. Orban hat sich definitiv bei Putin eingereiht - oder eher: sich ihm untergeordnet.
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