Stuttgarter Zeitung
Pressestimmen

Die Zeitung befasst sich mit den Milleniumszielen der UN:

Die Unterzeichnenden haben das Regelwerk vermutlich nicht so genau gelesen: Sonst wären ihnen die in dem Dokument enthaltenen Widersprüche aufgefallen. .... Die Welt hat sich ein beachtliches Skript zum allgemeinen Glück und Wohlstand gegeben. Ob es für mehr als Fensterreden taugt, muss sich zeigen.

Rheinpfalz

Die Tageszeitung aus Ludwigshafen kommentiert die "Agenda 2030":

Ob die Ziele etwas wert sind, entscheidet sich daran, wie ihr Erreichen gemessen wird. Das Problem kennt man von den "alten" Millenniumszielen: Manche Länder gelten als erfolgreiche Armutsbekämpfer, weil sie es geschafft haben, eine bestimmte Anzahl Menschen aus den Slums zu holen. In Wahrheit hat die schiere Anzahl der Armen dort enorm zugenommen, weil eben die Gesamtbevölkerung stark gewachsen ist... Es ist also ausschlaggebend, wie die Indikatoren fürs Erreichen der "Agenda 2030"-Ziele aussehen.

Sächsische Zeitung

Die Tageszeitung aus Dresden merkt zu Syrien an:

Es fällt schwer, sich mit einem Staatschef an einen Tisch zu setzen, der für Gräueltaten im Bürgerkrieg und Zehntausende Tote die Verantwortung trägt. Doch allein mit moralischen Imperativen lässt sich keine praktische Politik machen. Inzwischen hat auch die deutsche Außenpolitik eine Kehrtwende vollzogen, auch wenn niemand in Berlin das so nennen will. Nichts anderes aber bedeutet der Satz der Kanzlerin, man müsse mit vielen Akteuren in Syrien reden, auch mit Assad.

Nordwest-Zeitung

Die Zeitung Oldenburg schreibt zu Gesprächen mit Assad :

Kritiker des neuen Kurses bringen moralische Bedenken vor. Ja - der Mann hat Blut an den Fingern. Doch moralgeschwängerte Gesinnungspolitik beendet keinen Bürgerkrieg und besiegt keinen IS. Zudem lehnen solche Kritiker in der Regel auch denkbare Alternativen ab: Die eine wäre eine westliche Militärintervention, die sich unterschiedslos gegen alle Bürgerkriegsparteien richtete. Die andere bestünde darin, nichts zu tun und darauf zu hoffen, dass der Krieg an Erschöpfung stirbt.
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