Suche nach gemeinsamer Linie
Glyphosat: Kanzleramt schaltet sich ein

Berlin. In den Streit um Glyphosat hat sich nun das Kanzleramt eingeschaltet. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Freitag in Berlin: "Es ist offenbar, dass es derzeit keine einheitliche Position in der Bundesregierung zu diesem Thema gibt." Deshalb würden in den kommenden Tagen Gespräche unter Beteiligung des Bundeskanzleramts geführt - mit dem Ziel, eine gemeinsame Linie zu finden. Der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, warnte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) davor, "mit ihrer Richtlinienkompetenz die Lobbypolitik der Agroindustrie zu vollenden".

Das Unkrautgift Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die EU-Zulassung für den Wirkstoff endet am 30. Juni. Der EU-Ausschuss für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit will sich kommende Woche mit der Frage beschäftigen, ob die Zulassung verlängert werden soll oder nicht. Die Agrarminister von Bund und Ländern hatten sich vor vier Wochen in Mecklenburg-Vorpommern für eine Reduzierung des Glyphosat-Einsatzes ausgesprochen.
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