Süddeutsche Zeitung
Pressestimmen

Die Zeitung aus München schreibt zum Arbeitskampf der Erzieherinnen:

Will man es in Deutschland zu Wohlstand bringen, kümmert man sich besser nicht um andere; weder um Kinder noch um Kranke oder Alte. Dies ist kein Dienstleistungs-, sondern ein Maschinenbauerland. In der bayerischen Metallindustrie beträgt das niedrigste nur mögliche Gehalt 2194 Euro, es ist das Gehalt fürs Hofkehren. Nach einer abgeschlossenen Ausbildung wiederum steigt man bei 2800 Euro ein. Bei den Erzieherinnen sind das zum Teil schon Chefeinkommen. Gehälter müssen immer auch erwirtschaftet und von jemandem bezahlt werden. Kinderbetreuung? Ist vielen Menschen sicher lieb - das neue Auto aber teuer ... Im Grunde stellen die Gewerkschaften der Gesellschaft die Frage, wofür sie bereit ist, Geld auszugeben.

Hannoversche Allgemeine

Das Blatt merkt zu den Kita-Streiks an:

In Deutschland werden Kitas als Betreuungseinrichtungen organisiert und nicht als Bildungseinrichtungen. Folglich sind für die tarifliche Bezahlung der Mitarbeiter die kommunalen Arbeitgeber zuständig und nicht - wie bei den Lehrern - die Länder. In den ... Tarifverhandlungen treffen nun also die schwächsten Glieder einer langen Kette aufeinander: Die Vertreter der Erzieherinnen verhandeln mit den Vertretern der Städte und Gemeinden. Das spricht nicht für eine schnelle Lösung, sondern für lange Streiks.
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